Statik zum Anfassen. Alter Dachstuhl

Statik – Tragwerksplanung

Statik, Baustatik, Tragwerksplanug – die Begriffe

Die Statik oder Baustatik ist die Sammlung an Berechnungen, mit der die Standsicherheit eines Bauwerks nachgewiesen wird. Ob der Begriff Statik aus der griechischen Sprache oder aus dem Lateinischen stammt, darüber kann man sich streiten. Fest steht, dass damit – wie im Deutschen der Begriff „statisch“ – ein ruhendes Gleichgewicht gemeint ist.

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Schnee

Schnee

Schnee – Glitzernde Pracht oder tödliche Last?

Verschneite Landschaft, lange Eiszapfen an den Dachrändern, funkelnde Eiskristalle, was den Wintersportler freut, entwickelt sich für Hausbesitzer manchmal zum Alptraum. Die Bilder der 2006 in Bad Reichenhall eingestürzten Eissporthalle haben sicherlich noch viele vor Augen. Im gleichen Winter wurden auch viele Dächer im Bayrischen Wald vom Schnee geräumt. Auch im Dezember 2010 wurden in Teilen von Sachsen aktiv die Dächer von Schnee befreit. Der Januar 2019 brachte für das südliche Bayern große Schneemengen, so dass auch hier unter Mithilfe von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr Gebäudedächer geräumt oder der Zutritt zu den Bauwerken gesperrt wurde.

Woran liegt es, dass in manchen Wintern vor einstürzenden Dächern gewarnt wird, in anderen aber niemand ein Wort darüber verliert?

 

Was wiegt Schnee?

Die Kinder wissen es. Pulverschnee ist so leicht wie Staub, aber nasser Schnee, mit dem man Schneemänner baut, ist schwer. Messungen haben ergeben, dass das Gewicht von Neuschnee bei etwa 100 kg je Kubikmeter liegt. Mit nassem Altschnee werden etwa 500 kg erreicht und Schnee-Eis liegt bei etwa 900 kg je Kubikmeter. Der Unterschied ist enorm. Ein Meter hoher Neuschnee entspricht einer etwa 11 cm dicken Schnee-Eisschicht.

Schnee, die Last im Bauwesen.

In den Bauordnungen der Bundesländer werden über technische Baubestimmungen Mindestanforderungen an Bauwerke definiert. Für Lasten, denen ein Gebäude standhalten muss, gilt die Lastnorm DIN EN 1991-1 und speziell für die Schneelasten der Teil 3. Über langjährige statistische Auswertungen wurden in dieser Norm fünf Schneelastzonen für das Bundesgebiet festgelegt. Die Schneelast, die nun konkret bei einem Bauwerk anzusetzen ist, bestimmt sich über die Zone und die Geländehöhe über Normalnull. Damit ist klar, dass die Belastung je nach Standort variiert. So muss aktuell beispielsweise in Bad Reichenhall eine Bodenschneelast von 2,32 kN/m² (das entspricht einer Last von ca. 232 kg je Quadratmeter) berücksichtigt werden, während es in Nürnberg nur 0,65 kN/m² (das entspricht einer Last von ca. 65 kg je Quadratmeter) sind.

Leider haben sich die Vorschriften über die Jahre hinweg mehrfach verändert, so dass bestehende Bauwerke nicht die gleichen Standards haben.

Wie hoch darf der Schnee auf meinem Dach sein?

Es drängt sich die Vermutung auf, dass steile Dächer, an denen der Schnee abrutschen kann, mehr tragen können, als flache Dächer. Diese Annahme ist jedoch nicht zutreffend, da sich einerseits an Steildächern ungünstige, unsymmetrische Verwehungen ausbilden können und andererseits bei der konstruktiven Auslegung von Bauwerken auch die Lage und Form der Dächer berücksichtigt wird. Um wirtschaftlichen und bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können, werden die Tragwerke nur für die Lasten ausgelegt, die für die Region typisch und vorgeschrieben sind.

Die sicherste Methode, Auskunft über die Belastbarkeit des Daches zu bekommen, ist ein Blick in die statische Berechnung des Gebäudes. Für ein Wohnhausdach mit 30° Dachneigung ist im mittleren Vilstal z. B. eine Schneelast auf dem Dach von 1,09 kN/m² (entspricht etwa 109 kg/m²) angegeben. Liegen auf dem Dach in diesem Beispiel 30 cm gesetzter und trockener Schnee, so ist ergibt sich 300 kg/m³ × 0,30 m = 90 kg/m², also ein Wert, der noch deutlich kleiner als der Bemessungswert ist. Sind jedoch ergiebige Schnee- oder Regenfälle angesagt, kann die Belastungsgrenze schnell erreicht werden. In diesem Fall ist die Beratung durch einen Tragwerksplaner oder einen Sachverständigen anzuraten. In kritischen Fällen ist eine Messung der tatsächlichen Schneelast geboten.

Wann wird der Schnee zur Gefahr?

Die eingangs erwähnten Winter hatten jeweils einen atypischen Verlauf. Dies kann einerseits dadurch bedingt sein, dass frühzeitig der Schneefall beginnt und über den Verlauf des Winters keine Tauperioden vorkommen, so dass die Schneehöhe kontinuierlich wächst. Ein anderer Verlauf wäre etwa ein ergiebiger Schneefall bei sehr moderaten Temperaturen, so dass nasser Schnee mit hohem Gewicht auf den Dächern liegt. In solchen Fällen informieren die Wetterdienste und Behörden über die drohende Gefahr.

Wichtig ist ein überlegtes Vorgehen in solchen Gefahrensituationen. Bevor etwaige Räumarbeiten beginnen, muss sicher sein, dass das Tragwerk noch ausreichend standsicher ist. Weiterhin ist zu beachten, wie das Dach geräumt wird. Beispielsweise kann einseitiges Räumen von Dächern zu Stabilitätsproblemen am Tragwerk führen. Die Beurteilung und die Vorgehensweise kann nur von einem Fachmann festgelegt werden.

Auf jeden Fall müssen Personen, die das Dach betreten sollen, ausreichend gesichert werden. Die Standflächen auf dem Dach sind rutschig. Etwaige Dachfenster oder Lichtkuppeln sind unter den Schneemassen nicht sichtbar. Es besteht also eine hohe Absturzgefahr.

Ist man dem Schnee hilflos ausgeliefert?

Die Antwort lautet hier eindeutig Nein. Wetterereignisse, in denen die Schneelasten die Auslegungsgrenzen der Gebäudetragwerke überschreiten, sind sehr selten. Treten sie dennoch ein, wird über die Medien gewarnt und üblicherweise auch Unterstützung durch Hilfskräfte angeboten.

Man kann aber auch dadurch Vorsorge treffen, dass das Gebäudeeigentum in funktionsfähigem Zustand ist. Dies gilt einerseits für intakte Entwässerungseinrichtungen der Dachflächen. Aber auch eine regelmäßige technische Kontrolle des Tragwerks verhindert unliebsame Überraschungen. Während solche Kontrollen der Eigenheimbesitzer in der Regel selbst durchführen kann, bietet sich für öffentliche oder gewerbliche Immobilienbesitzer ein Kontrollvorgang im Rahmen der RÜV (siehe gesonderte Beschreibung unter dem Menüpunkt „Tätigkeitsbereiche“) an.

Undichtes Dach: Dachlatten und Konterlatten durch Fäulnis geschädigt

Undichtes Dach

Undichtes Dach – Kleine Ursache, große Wirkung!

Ein undichtes Dach muss keine Tropfen an der Wohnraumdecke zur Folge haben. Je nach Anforderungsprofil haben moderne Dachkonstruktionen mehrere wasserableitende Ebenen. Weist die äußerste Schicht – die Dachhaut oder Dachdeckung – Fehlstellen auf, gelangt Feuchtigkeit in den Zwischenraum unter der Dachdeckung.

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Auswertung von Feuchtemessungen. Für Sachverständige eine alltägliche Arbeit.

Sachverständige – Tipps zur Auswahl

Wann empfiehlt sich die Beauftragung eines Sachverständigen?

Grundsätzlich hilft Reden statt Streiten. Ist der Bauherr mit der Bauleistung unzufrieden oder bekommt die Firma ihr Geld nicht, so empfiehlt es sich trotz des dann angespannten Verhältnisses das Gespräch zu suchen. Eine Einigung ohne Streit schont die Nerven und spart Geld.

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Risse in Fassade zeichnen Mauerwerk nach

Wenn Risse in der Fassade sind

Risse in der Fassade – Warum bloß?

Es scheint so, als ob Risse keinen Respekt vor neu, alt, groß oder klein haben. Egal, ob es das repräsentative Schloss, das mehrgeschossige Wohnhaus, das schmucke Einfamilienhaus oder der ältere Gewerbebau ist, in vielen Gebäuden finden sich kleinere oder größere Risse in der Fassade.

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Risse wegen Nachbars Baustelle

Plötzlich ist der Riss da…

Wer in der näheren Umgebung seiner Wohnung eine Baustelle hatte, kennt das Gefühl: Die Wände wackeln, der Boden vibriert und die Gläser im Schrank klirren. Kein Wunder, wenn man in der Folge auch jede Menge Risse in den Wänden sieht. Das war die Baustelle – so denkt man. Ist das wirklich so?

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Fenster mit tropfenförmigen Kondensat

Beschlagene Fenster

Wenn Fenster „schwitzen“ …

… muss das kein Baufehler sein. Wenn Fenster teilweise milchig beschlagen oder sich – meist in den unteren Ecken – Wassertropfen bilden, ist das Kondenswasser aus der Luft.

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Wandsockelbereich nach einem Wasserrohrbruch und Wasser unterhalb des Estrichs.

Schäden durch Feuchte

Feuchteschäden – Woher kommt das Wasser?

Wenn von Feuchteschäden die Rede ist, denkt man schnell an einen „feucht riechenden“ Keller oder einen abfallenden Außenputz. Aber führt eine Feuchteeinwirkung immer zu Schäden und wie entsteht eine Durchfeuchtung?

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Ausfluglöcher von Anobien an einem Deckenbalken

Holzschädlinge – Insekten

Holzzerstörende Insekten – Ein Überblick

Insekten, die im Umfeld von Holz ihren Lebensraum haben, gibt es viele. Eine Schädigung des Holzes kann dadurch entstehen, dass die Insekten ihre Behausung im Holz herstellen und/oder ihre Nahrung aus dem Holz beziehen.

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Moderfäule an einem Baumstumpf

Holzschädlinge – Pilze

Holz und Pilze – Ein Überblick

Eine Vielzahl von Pilzarten „bedienen“ sich beim Holz als Nährstofflieferant. Die Erscheinungsformen und die Folgen für das Holz können dabei ganz unterschiedlich sein. Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, kann ganz klassische Pilzformen sehen, die am Baum wachsen. Aber auch der vermoderte Holzstumpf ist das Ergebnis eines Pilzbefalls. Auch an Hölzern, die in Gebäuden verbaut sind, können sich Pilze ansiedeln.

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Brandschutz bei Rohrdurchführungen

Vorbeugender Brandschutz

Welche Ziele verfolgt der vorbeugende Brandschutz?

Seit Gebäude hergestellt werden, kommt es immer wieder zu verheerenden Brandereignissen. So verwundert es wenig, dass auch seit den ersten Baubestimmungen Regeln zur Abwehr erstellt wurden. Einerseits soll durch eine angepasste Bauweise das Brandrisiko minimiert werden. Andererseits soll Rettungskräften und Bewohnern im Brandfall genügend Zeit zum Verlassen des Bauwerks verschafft werden.

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Abgerutschter Dachziegel im Schneefanggitter

Windsogsicherung – jeden Dachziegel mit Klammern befestigen?

Forderung der Windsogsicherung

In Folge der heftigen Stürme, die in den vergangenen Jahren über Deutschland hinweg gezogen sind, waren von den Sachversicherern große Schäden zu begleichen. So ist es leicht verständlich, dass die Forderung nach „sturmfester“ Bauweise laut wurde. Im Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks hat man sich mit diesem Thema beschäftigt und schon 2011 in den Fachregeln des Dachdeckerhandwerks Vorgaben für die Windsogsicherung von Dachziegeln und Dachsteinen aufgenommen.

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Putzrisse – Schönheitsfehler oder Schaden?

Putzrisse – Grundlagen

Wie beim menschlichen Körper die Haut, umhüllt der Putz die Konstruktion eines Bauwerks. Er ist damit äußeren Witterungseinflüssen, wie etwa Niederschlag, Frost und Hitze ausgesetzt. Aber auch mechanische Einwirkungen, wie Stoßbelastungen im Rahmen der Nutzung, soll ein Putz schadlos überstehen. Ein harter Putz wäre für diese Belastungen gut geeignet.

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Befestigung einer Solaranlage mit Universal Metalldachplatte

Solaranlagen auf dem Hausdach

Solaranlagen – Was haben Baufachleute damit zu tun?

Wer an Solaranlagen denkt, hat unmittelbar auch die Stromgewinnung (Photovoltaik) oder die Warmwassererzeugung (Solarthermie) vor Augen. Während für die solare Stromerzeugung das Elektroinstallationshandwerk zuständig ist, werden Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung durch das Heizungsbauerhandwerk installiert.

Insbesondere bei nachträglichem Einbau wird leider allzuhäufig vergessen, dass durch die Änderung auch die Baukonstruktion beeinflusst wird.

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Toleranzen im Bauwesen

Toleranzen – Begriff

Als Toleranzen bezeichnet man im Bauwesen die Abweichungen der Form oder Größe von einzelnen Bauteilen oder ganzen Bauwerken gegenüber der Planung. Die Toleranzen können sich dabei auf die Ebenheit einer Fläche (z. B. Estrich, Putz) oder Geradlinigkeit (z. B. Balken, Wandkanten) beziehen. Auch Längenmaße wie beispielsweise Tür- bzw. Fensteröffnungen oder Winkelmaße können Toleranzen aufweisen.

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RÜV – Richtlinie zur Überwachung der Verkehrssicherheit

Was bedeutet RÜV?

Der vollständige Name zur Abkürzung RÜV lautet: Richtlinie für die Überwachung der Verkehrssicherheit von baulichen Anlagen des Bundes. Hinter dieser etwas sperrigen Überschrift verbirgt sich der Wille der Bundesregierung, die staatseigenen Gebäude in einem sicheren Zustand zu erhalten.

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Sachverständiger – Wer ist das?

Der Begriff des Sachverständigen

Nach allgemeiner Auffassung ist ein Sachverständiger eine Person, die eine besondere Sachkunde und ein überdurchschnittliches Fachwissen in einem abgegrenzten Bereich verfügt.

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Infrarot- bzw. Thermografie-Aufnahme an einer Außentür

Infrarot-Thermografie – Wärmebilder

Thermografie – Was ist das?

Die Thermografie ist die bildliche Darstellung von Temperaturen. Dabei sind es im Bauwesen insbesondere Oberflächentemperaturen, die von Bauteilen abgestrahlt werden. Damit ist auch eine häufig gestellte Frage beantwortet: Mit einer Wärmebildkamera kann man nicht durch Wände oder Decken sehen. Anhand der Oberflächentemperaturen kann man jedoch auf Unregelmäßigkeiten schließen.

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Holzdecke mit alten Holzbalken und Rissen

Holz ohne Risse – Ist das machbar?

Risse im Holz – Ein Überblick

Sind Risse im Holz vermeidbar? Wenn Möbel, wie der Esstisch aus Buchenholz oder der Wohnzimmerschrank aus Edelkastanie ohne Risse sind, warum gibt es dann an den Holzsäulen des Balkons oder den Sparren am Dach Risse?

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